Psychoanalyse ist ein Behandlungsverfahren, das auf der Beobachtung beruht, dass der Mensch einen großen Teil der Faktoren, die seine Gefühle und sein Verhalten bestimmen, oft nicht bewusst wahrnimmt. Diese unbewussten Faktoren können großes Leid und Unglück verursachen, das sich manchmal in Gestalt erkennbarer Symptome äußert, manchmal in Form schwieriger Persönlichkeitseigenschaften; ebenso gut können sie sich in Arbeitsstörungen und/oder in Schwierigkeiten mit Liebesbeziehungen niederschlagen oder sich als Stimmungsstörungen und niedriges Selbstwertgefühl manifestieren. Weil diese Kräfte unbewusst sind, können gutgemeinte Tipps von Freunden und Angehörigen zumeist genauso wenig helfen wie Ratgeberbücher oder selbst die äußerste Willensanstrengung.
Als Behandlungsmethode beruft sich die Psychoanalyse auf Theorien der unbewussten psychischen Vorgänge, die ursprünglich von Sigmund Freud formuliert und seither von zahlreichen erfahrenen Psychoanalytikern weiterentwickelt wurden.
Die psychoanalytische Behandlung kann aufdecken, wie diese unbewussten Faktoren die Beziehungen und Verhaltensmuster in der Gegenwart beeinflussen; sie kann sie auf ihre historischen Ursprünge zurückführen, zeigen, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert und entwickelt haben, und dem Individuum helfen, mit den Realitäten des Erwachsenenlebens besser fertig zu werden.
Im Laufe einer intensiven psychoanalytischen Behandlung prägt die Beziehung, die sich unweigerlich entwickelt, charakteristische Eigenschaften aus, die der „inneren Welt“ des Analysanden entstammen. In der Behandlung können sie wahrgenommen und vom Analysanden und Analytiker erforscht werden. So wird es möglich, viele dieser Aspekte gründlicher zu verstehen und bedeutsame, wünschenswerte Veränderungen einzuleiten.
Um von einer psychoanalytischen Erforschung der eigenen „inneren Welt“ und der Beziehungen zu den Mitmenschen zu profitieren, muss man nicht das Gefühl haben, „behandlungsbedürftig“ zu sein. Der Wunsch, „sich selbst besser kennenzulernen“ und – vielleicht – in der Welt ein wenig besser zurechtzukommen, reicht als Motivation, um die psychoanalytische Untersuchung zusammen mit einem qualifizierten Psychoanalytiker in Angriff zu nehmen.
Die intensivste Form der psychoanalytischen Behandlung ist die Psychoanalyse an sich. Sie erfolgt in regelmäßigen Sitzungen von 45 oder 50 Minuten Dauer (je nach Land unterschiedlich), die mehrere Jahre lang drei- bis fünfmal pro Woche durchgeführt werden (die Sitzungsfrequenz ist in den verschiedenen psychoanalytischen Kulturen unterschiedlich).
Eine psychoanalytische Psychotherapie wird im Allgemeinen (aber nicht zwingend) mit weniger Wochenstunden durchgeführt. Manche Patienten beginnen mit einer Sitzung pro Woche und wechseln nach einer Weile zu einer höheren Frequenz.
Patient und Analytiker treffen eine verbindliche Vereinbarung, zu der auch gehört, dass der Patient Sitzungen, zu denen er nicht erscheint, bezahlen muss.
Die Psychoanalyse findet Anwendung in psychoanalytisch orientierten Therapien einzelner Patienten, in der Gruppen- und Familientherapie und sogar im Kontext von Organisationen.
Eine andere Antwort auf diese Frage findet sich auf der Webseite der Société Psychanalytique de Paris. Wenn Sie diesen Text lesen möchten, der in Französisch und Englisch vorliegt, klicken Sie bitte hier.
Alle Mitglieder der IPV sind Psychoanalytiker. Aufgrund der von Land zu Land und mitunter sogar von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Gesetzgebung ist jedoch nicht einheitlich geregelt, wer sich als „Psychoanalytiker“ bezeichnen darf; das heißt, dass an manchen Orten sich sogar jemand, der keinerlei Ausbildung absolviert hat, Psychoanalytiker nennen darf. Deshalb ist es wichtig, sich vor Beginn einer Behandlung über die Qualifikation des Therapeuten zu informieren.
Psychoanalytiker mit einer Ausbildung in einer IPV-Zweiggesellschaft haben eine strenge und gründliche klinische Ausbildung durchlaufen. Wer an einem akkreditierten psychoanalytischen Institut als Kandidat angenommen wird, muss hohe ethische, psychische und professionelle Standards erfüllen. Bei diesen Kandidaten handelt es sich entweder um Ärzte mit psychiatrischer Facharztausbildung oder um Psychologen oder Sozialpädagogen, die in ihrem Fach promoviert oder ein Diplom erworben haben. Sie alle müssen, um die Ausbildung absolvieren zu können, über umfassende klinische Erfahrung verfügen.
Wir empfehlen Ihnen, mit einem Analytiker zu arbeiten, der IPV-Mitglied ist. Er hat die Ausbildung in einer psychoanalytischen Gesellschaft oder Vereinigung absolviert, die der IPV angehört, und steht somit in einer Tradition der Ausbildung, Behandlung, wissenschaftlichen Arbeit und Forschung, die außerordentlich hohe und weltweit anerkannte Standards erfüllt. Deshalb können Sie sicher sein, von den höchsten Standards der modernen Psychoanalyse Freudscher Tradition zu profitieren.
IPV-Analytiker gehören einer der Zweigorganisationen an, mit denen die IPV in mehr als 30 Ländern vertreten ist.
Im Folgenden einige charakteristische Besonderheiten, die Ihnen die Unterscheidung erleichtern:
* Die Psychoanalyse ist keine Kurzzeitbehandlung, erzielt aber häufig dauerhafte Ergebnisse mit positiven Effekten, die sich gewöhnlich in den Jahren nach Abschluss der Behandlung realisieren.
* Die Patienten benutzen oft die Couch, weil das Liegen dem Nachdenken, dem emotionalen Erleben und der Selbstreflexion zuträglich ist und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privatsphäre und Verbundenheit ermöglicht.
* Die Effektivität der Psychoanalyse beruht auf dem hohen Veränderungspotential, das dem Verstehen des Selbst im Kontext einer fördernden therapeutischen Beziehung eignet.
* Psychoanalysepatienten werden mehrere Behandlungsstunden pro Woche empfohlen. Die hohe Frequenz gewährleistet eine Kontinuität und Intensität des Fokus; sie ist kein Maßstab für die Schwere des Problems. Psychoanalytiker sind speziell dafür ausgebildet, auf diese intensive, konzentrierte Weise in enger Partnerschaft mit ihren Patienten zu arbeiten. Umfassende Erfahrung und Forschung haben bestätigt, dass dies der beste Weg ist, um Patienten eine Weiterentwicklung und Veränderung zu ermöglichen, die ihr Leben bereichert.
Als Mitglied einer IPV-Zweiggesellschaft sowie der IPV hat sich Ihr Analytiker einem strengen Ethik-Kodex mit nationaler und internationaler Gültigkeit verpflichtet. Um diesen Code einzusehen, klicken Sie hier.
Um einen Psychoanalytiker zu finden, können Sie die Suchfunktion auf der Homepage dieser Webseite benutzen. Die IPV spricht keine Empfehlungen für einzelne Analytiker aus; nehmen Sie Kontakt zu der IPV-Zweiggesellschaft an Ihrem Wohnort auf, um einen geeigneten Analytiker zu finden. Etliche dieser Analytiker sind in der Lage, Analysen auch in einer anderen als der Landessprache durchzuführen.
Benutzen Sie die Suchfunktion auf der Homepage dieser Webseite und geben Sie den vollständigen Namen des Analytikers ein. Wenn er/sie mit Namen und Adresse genannt wird, ist er/sie ein IPV-Mitglied. Sie können aber auch eine Email an die IPV schicken und den vollständigen Namen des Analytikers angeben – der IPV-Mitgliederservice gibt Ihnen dann die gewünschte Auskunft.
Im Jahre 1902 lud Sigmund Freud vier Männer (Stekel, Adler, Kahane and Reitler) ein, mit ihm über seine Arbeit zu diskutieren; sie bildeten die so genannte Psychologische Mittwoch-Gesellschaft, weil sie sich stets an diesem Wochentag trafen. 1908 war der Kreis auf 14 Mitglieder angewachsen, die sich nun in Wiener Psychoanalytische Vereinigung umbenannten; im selben Jahr wurde auch Ferenczi Mitglied. Neben den Mitgliedern gab es etliche Gäste, die fürderhin eine wichtige Rolle in der Psychoanalyse spielten, darunter Eitingon, Jung, Abraham und Jones – jeder von ihnen bekleidete später auch das Amt des IPV-Präsidenten.
1907 reiste Jones nach Zürich, um Jung zu besuchen. Er schlug ihm vor, eine internationale Tagung zu organisieren, um die Kollegen aus den verschiedenen Ländern zu versammeln und sich über das gemeinsame Interesse an der Psychoanalyse auszutauschen. Freud begrüßte den Vorschlag und wählte Salzburg als geeigneten Ort für die geplante Tagung aus. Jung gab ihr den Namen „Zusammenkunft für Freudsche Psychologie“. Diese noch sehr informelle Tagung gilt heute als der erste Internationale Psychoanalytische Kongress, wiewohl die IPV zu diesem Zeitpunkt noch nicht existierte.
Auf dieser Salzburger Tagung wurde am 27. April 1908 der Vorschlag diskutiert und angenommen, eine internationale Vereinigung zu gründen. Der nächste Kongress fand im März 1910 in Nürnberg statt, und in diesem Rahmen wurde die IPV gegründet. Sigmund Freud war überzeugt, dass eine internationale Organisation notwendig war, um seine Überlegungen und Ideen weiterzuentwickeln und zu schützen.
Heute ist die IPV die wichtigste psychoanalytische Zulassungs- und Regulierungsorganisation der Welt. Sie hat Mitglieder in mehr als 50 Ländern mit Schwerpunkt in Europa, Nordamerika und Lateinamerika.
Psychoanalytische Theorien leisten einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis der “menschlichen Natur” und ihrer kulturellen Hervorbringungen auf den Gebieten der Literatur, des Theaters und insbesondere des Films; besonders wertvoll aber sind sie für Menschen, die unter ihren eigenen schwierigen Gefühlen und Verhaltensweisen leiden.
Menschen mit schweren und chronischen Ängsten oder Depressionen, Menschen, deren Beziehungen ein ums andere Mal scheitern, Menschen, denen es schwerfällt, sich überhaupt auf eine Beziehung einzulassen, oder Menschen, die eine unerklärliche Leere in ihrem Leben verspüren, können von einer psychoanalytischen Behandlung erheblich profitieren.
In der modernen Welt erfüllt die Psychoanalyse eine hochkomplizierte Funktion: Sie kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das eigene „Selbst“ zu verstehen und zu begreifen, wie die eigene Psyche funktioniert – und sie erleichtert es erheblich, die Psyche anderer Menschen besser zu verstehen!
Dennoch führt sie uns naturgemäß nicht selten auf bedrohliches und unliebsames Gelände.
Als Sigmund Freud um die Wende zum 20. Jahrhundert die „Psychoanalyse“ als Behandlungstechnik entdeckte, begriff er sehr rasch, dass die Erkenntnisse, die er in der klinischen Arbeit mit Patienten gewann, den „Frieden dieser Welt stören“ mussten. Er hat recht behalten; allein das Wort „Psychoanalyse“ veranlasst heutzutage viele Menschen zu einer feindseligen Reaktion.
Wer aber mutig genug ist, um als Patient oder Erforscher der menschlichen Psyche durchzuhalten und herauszufinden, was die Psychoanalyse zu bieten hat, wird reich belohnt.
Die Psychoanalyse widmet sich der Welt der unbewussten Psyche. Dies ist ihre natürliche Bestimmung. Sie geht von der Grundannahme aus, dass unsere frühen Erfahrungen – ganz gleich welcher Art – einen starken Einfluss darauf ausüben, wie sich unsere Psyche entwickelt und wie wir mit anderen Menschen interagieren.
Zahlreiche bedeutende Psychoanalytiker haben unser Verständnis der psychischen Entwicklung und der psychischen Prozesse – insbesondere der so genannten Abwehrmechanismen – vertieft und erklärt, wie sie uns den Umgang mit unserer Umwelt erleichtern. Auch wenn man bei dem Wort „Psychoanalyse“ fast automatisch an Freud denkt, dürfen wir die zahlreichen theoretischen und behandlungstechnischen Weiterentwicklungen nicht vergessen, die aus der psychoanalytischen therapeutischen Arbeit und Forschung der vergangenen 100 Jahre hervorgegangen sind.
Psychoanalytiker haben auch mit sehr schwer gestörten Patienten gearbeitet, die von vielen Psychiatern als „psychotisch“ diagnostiziert würden. Wenn aber sowohl der Patient als auch der Psychoanalytiker genügend Motivation und genügend Mut besitzen, können sie gute Ergebnisse erzielen. Heute werden begleitend zur psychoanalytischen Behandlung manchmal auch Medikamente verschrieben; den wesentlichen therapeutischen Beitrag aber leistet die Beziehung, die sich zum Analytiker entwickelt.
Weitere Informationen über die Psychoanalyse und das, was sie zu bieten hat, finden Sie auf anderen „Seiten“ dieser Webseite.
Manche Psychoanalytiker haben sich auf die Analyse von Kindern spezialisiert. Die Kinderpsychoanalyse ist ein Spross der Erwachsenenanalyse, mit der sie den theoretischen Bezugsrahmen für das Verständnis des psychischen Lebens teilt; die Kinderanalyse hat zusätzliche Techniken und Maßnahmen entwickelt, um den spezifischen Fähigkeiten und Vulnerabilitäten von Kindern gerecht zu werden. Der kleine Patient ist zum Beispiel nicht allein auf die Sprache angewiesen, um seine Gefühle und Sorgen zu äußern, sondern kann diese auch durch das Malen von Bildern oder im Phantasiespiel darstellen. Begleitend zur Behandlung aller Kinder und Jugendlicher mit Ausnahme von Spätadoleszenten führt der Analytiker auch Gespräche mit den Eltern, um seinen Eindruck vom Leben des Kindes abzurunden. Das Ziel der Kinder- und Jugendlichenpsychoanalyse besteht darin, den Patienten von seinen Symptomen zu befreien und die psychischen Hemmungen aufzulösen, die seiner Entwicklung im Weg stehen.
Die Analyse ist eine Partnerschaft zwischen Patient und Analytiker, in deren Verlauf der Patient sich der Ursachen seiner Schwierigkeiten bewusst wird – und zwar nicht lediglich auf intellektueller, sondern auf emotionaler Ebene, weil er sie mit dem Analytiker erneut durchlebt. In der Regel kommt der Patient vier- bis fünfmal pro Woche, legt sich auf die Couch und versucht auszusprechen, was immer ihm durch den Kopf geht. Diese Situation – man bezeichnet sie als „analytisches Setting“ – ermöglicht es, das Aspekte des psychischen Lebens zutage treten, die anderen Beobachtungsmethoden nicht zugänglich sind.
Während der Patient spricht, tauchen nach und nach Hinweise auf die unbewussten Ursachen aktueller Schwierigkeiten auf – in bestimmten repetitiven Verhaltensmustern, in den Themen, über die zu sprechen dem Patienten schwer fällt, in der Art und Weise, wie er sich gegenüber dem Analytiker verhält, und in der Beziehung, die er zu ihm entwickelt.
Der Analytiker erläutert und beleuchtet all dies für den Patienten, der die Überlegungen präzisiert, korrigiert und verwirft und weitere Gedanken und Gefühle zur Sprache bringt. In den Monaten oder Jahren der Analyse ringt der Patient mit diesen Einsichten, bearbeitet sie ein ums andere Mal gemeinsam mit dem Analytiker und durchlebt sie in seinem täglichen Leben, in seinen Phantasien und Träumen. Patient und Analytiker bemühen sich nicht nur, Lebensmuster zu modifizieren und beschwerliche, lähmende Symptome aufzulösen; vielmehr soll der Patient zu einer größeren Freiheit finden, zu arbeiten und zu lieben. Sein Leben – sein Verhalten, seine Beziehungen, sein Selbstgefühl – erfährt im Laufe der Zeit tiefe und dauerhafte Veränderungen.
Ursprünglich diente die Psychoanalyse als Methode, psychische Probleme erwachsener Menschen in der so genannten „Redekur“ zu behandeln. Schon bald aber begannen zwei prominente Psychoanalytikerinnen, auch kleine Kinder zu behandeln, die problematische Verhaltensweisen entwickelt hatten. Für diese Kinder wurde die Spieltherapie eingeführt, denn es stellte sich heraus, dass die Kinder sich durch das Spiel in Gegenwart ihrer analytischen Therapeutin genauso ausdrücken, wie Erwachsene es mit Worten tun.
Heutzutage gibt es für Kinderpsychoanalytiker und psychoanalytisch orientierte Kinderpsychotherapeuten unterschiedliche Ausbildungswege. Diese Experten sind darauf spezialisiert, Probleme von Kindern zu beurteilen und zu behandeln.
Wenn Eltern – oder andere Verwandte, Lehrer, Nachbarn oder Freunde – befürchten, dass ein Kind unter gravierenden Problemen leidet, sollten sie eine Untersuchung bei einem qualifizierten Kinderarzt veranlassen, der das Kind unter Umständen an einen Kinderanalytiker überweisen wird.
Viele Verhaltensstörungen wie etwa unangemessene Aggression, Panik- und Angststörungen, unangemessen sexualisierte Verhaltensweisen, depressionsähnliche Symptome, Phobien, Schulverweigerung, Essstörungen und viele andere Auffälligkeiten können mit psychoanalytischen Methoden behandelt werden.
Wenn nach gründlicher Begutachtung des Kindes, an der auch die Eltern und vielleicht sogar Geschwister mitwirken, eine psychoanalytische Behandlung empfohlen wird, müssen die Eltern dafür sorgen, dass das Kind die Sitzungen beim Therapeuten regelmäßig – mitunter mehrmals pro Woche – wahrnimmt. In den Behandlungsstunden spielt das Kind zusammen mit dem Therapeuten in einem entsprechend eingerichteten Spielzimmer.
Mit etwas älteren Kindern oder Jugendlichen wird unter Umständen eine modifizierte Form der „Redekur“ durchgeführt, in der das Spiel nicht mehr im Mittelpunkt steht.
Ältere Kinder und Heranwachsende können Symptome entwickeln, die bei einem Erwachsenen als „Depression“ bezeichnet würden, und sie können schwerdepressiv und suizidal sein. Es ist sehr wichtig, dass solche Kinder und Jugendliche Gelegenheit bekommen, mit jemandem zu sprechen, der ihnen zuhört, damit die Ursachen ihrer Verzweiflung verstanden werden können.
Psychoanalytisch ausgebildete Therapeuten sind darauf spezialisiert, ihren jungen Patienten zuzuhören und zu ergründen, was sich unter der Oberfläche des verstörenden oder gestörten Verhaltens verbirgt.
Eine angemessene Therapie für hilfsbedürftige Kinder oder Jugendliche – die im Allgemeinen noch nicht fähig sind, sich selbständig um Hilfe zu bemühen – kann jahrelanges psychisches Leid abwenden und mitunter sogar Leben retten.
Wenn Sie sich über die Behandlung bei Ihrem IPV-Analytiker beschweren oder anderweitig Stellung beziehen möchten, sollten Sie sich zunächst an die IPV-Zweiggesellschaft wenden, der er angehört. Die IPV kann Ihnen ggf. den Namen der Zweiggesellschaft und die Kontaktadressen nennen.
Die Behandlungshonorare werden nicht von der IPV festgesetzt und variieren erheblich. Für Patienten, die das Honorar privat nicht zahlen können, bieten die Institute mitunter Behandlungen zu einem reduzierten Satz an. Psychoanalytiker in Ausbildung – Ärzte, Psychologen oder Sozialpädagogen, die bereits erfahrene Therapeuten sind – passen ihr Honorar häufig den finanziellen Möglichkeiten des Patienten an. Zudem versuchen auch viele Psychoanalytiker, die ihre Ausbildung vor langer Zeit abgeschlossen haben, Patienten zu einem reduzierten Honorarsatz zu behandeln, weil sie sich der Analyse und dem Dienst an der Gesellschaft verpflichtet fühlen.
Der American Psychoanalytic Association (http://www.apsa.org/) sei für die Erlaubnis gedankt, "Facts about APsaA and Psychoanalysis" als Modell für einige der häufig gestellten Fragen zu verwenden. “Wie entstand die IPV?“ stützt sich auf einen Beitrag von William H. Gillespie. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite Psychoanalyse - für wen?