Themen


Wir leben in einer Welt, die sich rasant verändert. Dies fordert die psychoanalytischen Ideale, die auf Reflexion und Zeit zum Nachdenken basieren, heraus. Welchen Einfluss haben somit diese Veränderungen auf den Verstand, unsere Methodik und unsere Praxisräume?  

Die Werkzeuge und Theorien, die wir für die psychoanalytische Behandlung unserer Patienten benutzen, sind einer der Schwerpunkte dieses Kongresses. Wie haben wir uns weiterentwickelt? Haben wir mehr zu bieten als noch vor fünfzig oder hundert Jahren? Welchen Einfluss haben neue Technologien und andere Veränderungen auf unsere Berufsausübung, und wie sieht unsere Antwort auf diese verschiedenen Herausforderungen aus? Welche weiteren Entwicklungen gibt es im Feld der analytischen Technik, wie verfahren wir in der Praxis mit den Einflüssen der Technologie und der hohen Mobilität?  Die klinischen und theoretischen Vorträge auf diesem Kongress werden uns zeigen, wie jeder einzelne Analytiker mit diesen Veränderungen umgeht und was er/sie von ihnen hält.

Auf dem Kongress wird es erstmals eine neue Initiative geben, genannt die „Boston Groups” (Boston-Gruppen), in welchen kleine internationale Gruppen aus Mitgliedern, Kandidaten und Nichtmitgliedern sich vor dem Kongress online und währenddessen persönlich treffen können, um die Hauptthemen des Kongresses zu diskutieren. Dies wird Ihnen die Gelegenheit eröffnen, unmittelbarer und aktiver am Kongress teilzunehmen und von der außergewöhnlichen Diversität der Teilnehmer an IPV-Kongressen zu profitieren.

Unter Einbezug Ihrer Antworten zum Ideenaufruf haben wir einige Unterthemen herausgearbeitet, die Sie interessieren könnten, wenn Sie einen Themenvorschlag an das wissenschaftliche Programmkomitee des Bostoner Kongresses senden.

Unterthemen:

1.    Theorie und Methodik: Was ist das Unbewusste heute?; die Natur der menschlichen Psyche; psychoanalytische Methoden; die Natur von Ängsten im 21. Jahrhundert; psychoanalytische Arbeit in verschiedenen Settings; Kreativität in einer sich im Wandel befindenden Welt

2.    Diversität: Neue Reproduktionstechniken; neue Familienkonfigurationen; sexuelle und Gender-Identität; Rasse und Rassismus; Homophobie, Transphobie und Biphobie

3.    Kultur: Epochen, Ethik und Kultur; Interaktion mit der menschlichen Psyche; Immigration, Emigration und Mobilität; Unterdrückung und anti-repressive Praxis; Altern und Tod; Sucht

4.    Technologie: Neue elektronische Werkzeuge und ihr Einfluss auf die Psychoanalyse sowie auf das analytische Setting; virtuelle Realität und das Internet; der Gebrauch von Skype für die Aus- und Fortbildung, für Arbeitsgruppen, Behandlung und Supervision; die ständige Erreichbarkeit, und wie wir über Intimität nachdenken.