Arbeitskreise

Eine Neuheit dieses Kongresses stellen die Arbeitskreise zu klinischen Fragen sowie zur konzeptuellen Integration dar – Kleingruppen, die sich zu einem zwischen zwei und sechs Stunden währenden, vertiefenden Gespräch, dem manchmal eine Podiumsdiskussion vorausgehen wird, zusammenfinden. Beim Erwerb der Teilnahmekarten für den Kongress werden Sie gefragt, ob Sie sich einem solchen Arbeitskreis anschließen möchten und wenn ja, welchem. Näheres zu den Arbeitskreisen entnehmen Sie bitte der folgenden Liste.


Klicken Sie auf die Links unten für die vollständige Beschreibung und Zeiten

 

Arbeitskreise – Beschreibungen

 

Klinische Beobachtung von Veränderungen am Patienten

Die Arbeit mit klinischem Material, das Veränderungen des Patienten (seien es positive, negative oder auch das Ausbleiben von Veränderungen) im analytischen Prozess beleuchtet, orientiert sich an einigen Dimensionen des Drei-Ebenen-Modells zur Beobachtung von Transformationen der Patienten. Ausgehend von einem bestimmten Bezugspunkt, sehen wir uns an ausgewählten Umschlagpunkten die sich manifestierenden bewussten und unbewussten Vorgänge im Patienten an und beobachten dabei auch Übertragung und Gegenübertragung im Hinblick auf einen oder mehrere Aspekte der komplexen Transformationen.

Podium am Donnerstag, den 1. August (11:00-16:00 Uhr, mit Mittagspause), Fortsetzung in Kleingruppen am Freitag, den 2. August (14:00-18:00 Uhr, mit Kaffeepause), Abschluss am Samstag, den 3. August (16:30-18:30 Uhr, mit Kaffeepause)

 

Jenseits des Pluralismus – Auf der Suche nach einer Theorie der unbewussten Phantasie

Eines der wichtigsten psychoanalytischen Konzepte, und klinisch wohlbegründet, ist das der unbewussten Phantasie. Doch die theoretischen Auffassungen über die unbewusste Phantasie und ihre Rolle in der Behandlung gehen weit auseinander. In dem Arbeitskreis wollen wir die unterschiedlichen Konzeptualisierungen eingehend miteinander vergleichen und uns dabei eines Ansatzes bedienen, den das Projektkomitee zur konzeptuellen Integration entwickelt hat. Dadurch werden die Teilnehmer in den Stand gesetzt, ihre eigene implizite Verwendung psychoanalytischer Konzepte in der Praxis stärker zu reflektieren.

Podium am Freitag, den 2. August (11:00-12:30 Uhr), Fortsetzung in Kleingruppen am Freitag, den 2. August (14:00-18:00 Uhr, mit Kaffeepause)

 

Aggression in psychoanalytischen Theorien: Auf dem Weg zur konzeptuellen Integration 

Die Gruppe steht unter der Federführung des Toronto-Arbeitskreises zur konzeptuellen Integration. Eines seiner Mitglieder wird zunächst Arbeitsergebnisse dieses Kreises in Gestalt eines Überblicks über unterschiedliche Aggressionstheorien vorstellen. Im Anschluss daran erhoffen wir uns eine lebhafte Debatte auf zwei Ebenen: 1. die unterschiedlichen Konzeptualisierungen der Aggression, deren Nutzen und klinische Überprüfbarkeit, und 2. die spezifische Methode konzeptuellen Vergleichens und Integrierens als solche.

Kleingruppen am Donnerstag, den 1. August (14:00-16:00 Uhr), Fortsetzung am Freitag, den 2. August (16:30-18:30 Uhr), Abschluss am Samstag, den 3. August (16:30-18:30 Uhr) oder Samstag (14.00 bis 16.00 Uhr) im Fall des Deutsch / Englisch zweisprachige Gruppe).

 

Kritische Sichtung einiger Grundannahmen der psychoanalytischen Theorie (Re-Thinking Some Of The Fundamental Tenets)

In psychoanalytic theory, to some degree irrespective of differing schools, we continue to rely on hypotheses formulated by Freud in the late 19th/early 20th century tied to the neurophysiology of that time. A review of some of these hypotheses, such as the pleasure-unpleasure principle, dynamic unconscious, signal anxiety, libido, aggressive drive, in light of current neuroscience is in order. Two of these hypotheses will be chosen for an in-depth discussion and re-evaluation.

Small group sessions on Thursday, 1 August (14:00 to 16:00), then continuing on Friday, 2 August (16:30 to 18:30).

 

Freie Assoziation (Forschungsgruppe zur psychoanalytischen Methoden-Integration) 

Die freie Assoziation soll hier als ebenso monadischer wie dyadischer Vorgang im Leben und in der Psychoanalyse betrachtet werden, als Heilungs- und zugleich als Forschungsmethode. Wir wollen ihre Technik, ihren klinischen und epistemologischen Status sowie auch ihre Beziehung zu verschiedenen Theorien der Pathogenese näher bestimmen, etwa zu Aggression, Sexualität, Träumen, Phantasien, Inszenierungen, Konflikten, Abwehr und Übertragung.

Kleingruppen am Donnerstag, den 1. August (14:00-16:00 Uhr), Fortsetzung am Freitag, den 2. August (16:30-18:30 Uhr), Abschluss am Samstag, den 3. August (16:30-18:30 Uhr)

 

Die Grenzen bedenken (Arbeitskreis zur konzeptuellen Integration) (Pensar los límites)

La investigación se centra en las presentaciones clínicas actuales y en nuestra observación de que las principales teorías posfreudianas no dan cuenta de la complejidad del fenómeno clínico. A partir de ahí exploramos, con una particular metodología, la obra freudiana. Esto nos llevó a repensarla y a revisitarla. Ahí encontramos notables escotomizaciones de su obra que nos llamaron poderosamente la atención. Deseamos plantear en esta presentación parte de esta investigación en desarrollo, en particular en relación al concepto del “yo”.

Small group sessions on Friday 2 August (14:00 to 16:00)

 

Spaltung: Unterschiedliche psychoanalytische Begriffsverwendungen und ihre Implikationen für Theorie und Praxis (Splitting)

This group will study the diverse meanings of the concept of splitting in analytic discourse, all of which may be traced back to Freud. Reflection on these meanings and the fact that a single concept is used in such varied ways, will allow for a deeper understanding of the foundations of analytic theory and practice and of differences between analytic schools (e.g., in regard to their notions of mind, phantasy, external reality and unity).

Small group sessions on Friday 2 August (16:30 to 18:30)

 

Zeitgenössische Freudianische Perspektiven auf die Konzepte von Anonymität und Selbstoffenbarung (Contemporary Freudian Perspectives)

The development of the work group forum at the Contemporary Freudian Society will be described, with its use of clinical process, readings, and an attempt to formulate a methodology to better understand events of self-disclosure and their meaning. Clinical process will be presented to provide an opportunity for the group to discuss the use of self-disclosure as furthering or disrupting the analytic process.

Small group sessions on Friday 2 August (16:30 to 18:30)

 

Der Begriff des Unbewussten von den Anfängen des Freud’schen Werkes bis zur ersten Topik (Investigación del concepto de Inconsciente hasta la 1º tópica freudiana / Investigation of the Concept of the Unconscious up to the First Freudian Topic)

Nuestra investigación se centra en el concepto de inconsciente desde el inicio de la obra freudiana (incluye escritos prepsicoanalíticos). Referentes: versión castellana de Amorrortu, inglesa de Strachey, cotejándolas con la Gesammelte Werke. Esperamos recuperar los diluidos conceptos freudianos. Este rescate producirá: a) una revaloración de la técnica (asociación libre y atención flotante) a través de las palabras del paciente, b) un nuevo impulso a la clínica, c) la renovación teórica de sus fundamentos.

One repeated small group session: Friday, 2 August (16:30 to 18:30), runs again on Saturday, 3 August (16:30 to 18:30). You may choose to attend either one of these sessions.